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App in die Zukunft

App in die Zukunft

Artikel vom 24.01.2014

Es war ein außergewöhnlicher Schultag für die 11. Klasse des Melanchthon-Gymnasiums. Statt sich mit den Klassikern der englischen Literatur zu beschäftigen, nahmen die Schülerinnen und Schüler im Dezember 2013 an einem „YouthSpark Live“-Projekttag in Berlin teil.

Den Workshop führte das „21st Century Competence Center“ (21stCCC) durch, eine Bildungseinrichtung des Berliner Fördervereins für Jugend und Sozialarbeit. Das 21stCCC macht interaktives Lernen mit digitalen Medien für Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte erlebbar.

In Berlin benötigen immer mehr deutsche Kinder Sprachförderung

Allein in Berlin ist inzwischen fast jedes zehnte Kind auf eine gezielte Sprachförderung angewiesen. Das geht aus dem diesjährigen Sprachtest der Berliner Senatsverwaltung für Bildung hervor. Seit 2006 prüft die Senatsverwaltung die Deutschkenntnisse der Kita-Kinder. Haben die Mädchen und Jungen sprachliche Defizite, werden sie noch in der Kita gefördert, damit sie in der Schule keine Lernschwierigkeiten bekommen. Während 2013 der Gesamtanteil der Kinder mit Förderbedarf auf rund 15,8 Prozent und bei Migranten auf rund 31 Prozent gesunken ist, stieg die Zahl der deutschen Kinder mit sprachlichen Defiziten auf ein neues Rekordniveau von neun Prozent.

Innovative Lernmethoden und moderne Bildungskonzepte

Das 21st CCC gehört zu den ersten Projekten der weltweiten Bildungsinitiative „YouthSpark“ von Microsoft, die es sich zum Ziel gesetzt hat, innerhalb von drei Jahren weltweit 300 Millionen jungen Menschen einen besseren Zugang zu Bildung und Technologie zu ermöglichen und ihnen so den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern. Die Initiative fördert dabei innovative Lernmethoden und Bildungskonzepte, die auf die digitale Kompetenz junger Menschen abzielen. Durch die Ausstattung mit modernsten, technischen Mitteln sollen die Jugendlichen in ihrer Kreativität, ihrer Experimentierfreude und in ihrem Innovationswillen bestärkt werden.

Wirtschaftliches Wachstum gelingt durch gut ausgebildeten Nachwuchs

„IT- und Medienkompetenz gehören heute zu den Schlüsselkompetenzen. Um weltweit konkurrenzfähig zu bleiben, müssen wir deshalb frühzeitig jungen Menschen den Zugang ermöglichen”, sagt Christian Illek, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland. „Gut ausgebildeter Nachwuchs ist essentiell für wirtschaftliches Wachstum, das gilt auch in Deutschland.”

Berliner Gymnasiasten stellten sich mit Begeisterung den Aufgaben

Für die Berliner Schulklasse war der eintägige Workshop ein großer Gewinn. Mit Begeisterung stellten sie sich im digitalen Klassenzimmer den einzelnen Aufgaben. Was für ein Bild haben die Jugendlichen von der eigenen Arbeitswelt? Welche Kompetenzen sind erforderlich? Und wie wird man ein App-Entwickler? Erfahrene Didaktik-Experten erörterten diese und weitere Fragestellungen mit den Teilnehmern. Praxisbezogene Übungen, wie zum Beispiel die Entwicklung einer Unternehmensidee und die dazugehörige Erstellung einer Webseite, standen darüber hinaus auf dem Lernplan.

Lehrkräfte sind vom Lernerfolg der Workshops überzeugt

„Bei diesem Workshop wird mir bewusst, was ich gut kann und ich lerne selbstständiges Arbeiten“, erklärt die 16-jährige Friederike. „Das kommt in der Schule zu kurz. Man lernt dort nicht, seine Kompetenzen einzuschätzen“, so die Schülerin weiter. Auch ihre Lehrerin, Karin Schacke, ist von dem Lernerfolg des Projekttages überzeugt. „Der Umgang mit neuen Medien hat an unserer Schule einen großen Stellenwert. IT wird inzwischen in fast allen Fächern eingesetzt. Deshalb ist es wichtig, dass junge Menschen wissen, was sie mithilfe moderner Technologie erreichen können“, sagt Karin Schacke. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: „Durch den Projekttag sind wir als Gruppe zusammengewachsen. Wir haben mit Klassenkameraden zusammen gearbeitet, mit denen wir sonst nichts zu tun haben“, berichtet der 17-jährige Tom.

In der Schule werden nur die IT-Grundkenntnisse vermittelt

Besonders beeindruckt zeigte sich die Klasse vom Vortrag des jüngsten App-Entwicklers in Deutschland. Der 15-Jährige Felix Guttbier aus Brandis bei Leipzig hat bereits Anfang 2011 seine erste App programmiert. Als Teilnehmer des Microsoft IT-Wettbewerbs Innovate 4 Society wurde das IT-Talent auf der diesjährigen CeBIT von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Seine IT-Kenntnisse erwarb er nicht nur in der Schule, sondern vor allem in Eigeninitiative. „In der Schule lernt man in der 5., 6., und 7. Klasse nur die Grundkenntnisse über Word, Excel und Power Point. Wie man zum Beispiel eine eigene Webseite programmiert, kommt erst in den höheren Klassen. Das ist viel zu spät“, kritisiert Felix Guttbier.

IT-Workshops werden fortgesetzt

Damit möglichst viele Schüler und Lehrer von den Schulungen profitieren können, werden die IT-Workshops kontinuierlich fortgesetzt.

Auch individuelle Weiterbildungsangebote sind möglich: Alle Ideen und Wünsche der einzelnen Schulen können mit Hilfe der Fachleute erörtert und medial umgesetzt werden.