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Schlaumäuse-Tag mit prominenten Vorleserinnen

Schlaumäuse-Tag mit prominenten Vorleserinnen

Artikel vom 21.11.2013

Anlässlich des Bundesweiten Vorlesetages luden die Stiftung Lesen und die Schlaumäuse-Initiative drei Berliner Grundschulklassen in das neue Microsoft Center Unter den Linden 17 ein. In einem zu einer Mäusehöhle umdekorierten Veranstaltungsraum lasen ihnen die Schauspielerinnen Eva Habermann und Muriel Baumeister sowie Moderatorin Bettina Cramer Schlaumäuse-Geschichten von einem Tablet-PC vor.

„Wollt Ihr eine Geschichte hören?“, fragte Moderatorin Bettina Cramer die Kinder der Bernhard-Grzimek-Grundschule aus Berlin-Lichtenberg. „Ja, bitte“, riefen die Erstklässler und machten es sich unter bunten Decken gemütlich. Die Moderatorin lehnte sich in ihrem Ohrensessel zurück und nahm ein Tablet-PC auf den Schoß. „In einem fernen Land im Nirgendwo“, begann sie vorzulesen.

Zum bundesweiten Vorlesetag hatten sich die Stiftung Lesen und die Schlaumäuse-Initiative eine besondere Aktion einfallen lassen. Sie luden drei Grundschulklassen in die neue Microsoft Hauptstadtrepräsentanz nach Berlin-Mitte ein. Dort wurden die Kinder von der Moderatorin Bettina Cramer und den Schauspielerinnen Eva Habermann und Muriel Baumeister erwartet. Die TV-Damen lasen den Kindern Schlaumäuse-Märchen vom Tablet-PC vor. Anschließend durften die drei Klassen die Tablet-PCs in ihre Grundschule mitnehmen.

„Mit dem Vorlesetag möchten wir vor allem den Bildungsaspekt beim Nutzen neuer Medien im Bewusstsein der Kinder stärken“, erklärte Stephan Hohmann, Leiter der Schlaumäuse-Initiative, den Hintergrund der Aktion. „Stellt Euch vor, wenn die Sprache weg wäre. Dann könntet Ihr kein Lied mehr singen, keine Geschichte mehr erzählen und keinen Film mehr schauen“, sagte Bettina Cramer zu ihren kleinen Zuhörern. „Vorlesen ist der Schlüssel zu Sprache – ob aus Büchern oder von Tablets“, ist die Moderatorin überzeugt. Sie liest ihren Kindern zuhause täglich vor. „Tablets sind für mich die Zukunft, weil sie schon für Kinder attraktiv sind und dazu beitragen können, spielerisch unsere Sprache zu lernen. Außerdem kann auf diese Weise frühzeitig ein verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien gelehrt werden“, sagt die Botschafterin von Stiftung Lesen.

Den richtigen Umgang mit dem PC fördern

Auch Eva Habermann hatte Spaß am Vorlesen. Ihr lauschten die Kinder der Hermann-Nohl-Schule. „Ich finde die Schlaumäuse entzückend und sehr kindgerecht“, lobte die Schauspielerin. Anschließend übergab sie Schulleiterin Ilona Bernsdorf den Tablet-PC. „Wir wollen die Schlaumäuse im Rahmen unseres Sprachbildungskonzeptes in den Regelunterricht integrieren. In kleinen Gruppen sollen Kinder ihre Sprach- und Computerkompetenzen verbessern“, so die Pädagogin.

Schon jetzt wird an der staatlichen Europaschule in Neukölln an 220 Computern der sinnvolle Umgang mit neuen Medien geschult. „Lernspiele wie die Schlaumäuse sind gerade für die Erstklässler ganz wichtig. Die Kinder werden von Lette und Lingo emotional berührt. Es ist ein wunderbares Lernkonzept“, urteilte Ilona Bernsdorf. An ihrer Schule machen Drittklässler ein „Internet-Seepferdchen” und in der 4. Klasse einen Computer-Führerschein. „Computer gehören zur Bildung und Ausbildung heutzutage dazu. Von daher sollte der richtige Umgang damit so früh wie möglich in den Bildungs- und Förderalltag integriert werden“, ist die Schulleiterin überzeugt.

Den Kindern der Eosander-Schinkel-Grundschule aus Charlottenburg las Muriel Baumeister vor. „Die Geschichte über die Schlaumäuse und den Buchstabenklau hat meine siebenjährige Tochter ausgewählt. Sie fand sie so süß und war ganz begeistert. Eltern haben seit jeher ihren Kindern Märchen vorgelesen und so den Grundstein für Fantasie, Bildung und Sprachfähigkeit gelegt. Daran knüpfen wir mit unserer Aktion an – aber mit modernster Technologie.“

Lesefaulheit mit modernen Medien begegnen

Lehrerin Heike Jeske, die am Ende des Vorlesetages das Tablet mit dem Schlaumäuselernspiel von Muriel Baumeister entgegennimmt, freute sich: „Die Schlaumäuse-Geschichten sind toll, und die Spiele um die Buchstaben-Variationen lieben die Kinder. Sie hören genau zu und erwerben auf diese Weise spielerisch erste Lesekompetenzen.“

Alle Pädagoginnen, die am Schlaumäuse-Vorlesetag teilnahmen, waren sich einig: Zuhause werde den Kindern weniger vorgelesen. Eine Tendenz, die das Leseinteresse der Kinder in ihrer Zukunft beeinflusst. „Wir bauen aktuell eine internationale Bibliothek auf, um damit die Eltern zu animieren, wieder mehr vorzulesen“, erzählte Ilona Bernsdorf von der Hermann-Nohl-Schule. Denn Lesen ist eine Schlüsselkompetenz, auf der die weiteren Kompetenzen aufbauen. Allein in Deutschland leben 7,5 Millionen Menschen, die laut Leo-Studie kaum oder nur sehr schlecht lesen und schreiben können. Weniger als ein Fünftel der Analphabeten hat keinen Schulabschluss, 17 Prozent sind arbeitslos. Laut Stiftung Lesen-Studie liest jeder Vierte in Deutschland niemals ein Buch.

Um ein sprachförderndes Umfeld für junge Kinder und Familien zu schaffen, wird Microsoft mit der Schlaumäuse-Initiative auch zukünftig Veranstaltungen bei Microsoft Berlin anbieten. Digitale Möglichkeiten sollen dabei helfen, das Interesse für die Sprache und für das Lesen zu wecken. Der erste Schlaumäuse-Familientag findet am 8. Dezember bei Microsoft Berlin statt.

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