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Memorandum für ein Digitales Wirtschaftswunder

Memorandum für ein Digitales Wirtschaftswunder

Das Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit hat Deutschland Wachstum, Wohlstand und die soziale Marktwirtschaft beschert. Es begann in den Köpfen der Menschen, wurde durch Aufbruchsstimmung und Pioniergeist beflügelt und durch Investitionen in Infrastruktur, neue Produktionsmethoden und innovative Geschäftsmodelle beschleunigt.

Das Wirtschaftswunder war der Startschuss für Deutschlands Aufstieg zur führenden Exportnation und Beginn eines Jahrzehnte währenden wirtschaftlichen Aufschwungs.

Heute haben wir die Chance auf ein neues Wirtschaftswunder – angeschoben und vorangetrieben mit der Kraft digitaler Technologien: Das Digitale Wirtschaftswunder ist zum Greifen nah.

Microsoft Politik Blog

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Beispiele für das Digitale Wirtschaftswunder

Digitales Wirtschaftswunder
Das digitale Wirtschaftswunder ist zum Greifen nah. Ein Traditionsunternehmen, das sein Geschäftsmodell digital grundlegend neu aufgesetzt hat. Eine Gemeinde, die in Eigenregie für schnelles Internet sorgt, um Arbeitsplätze zu schaffen. Eine Schule, die das digitale Klassenzimmer erfolgreich umsetzt: Auf unserer digitalen Landkarte stellen wir Ihnen nach und nach Erfolge des digitalen Standorts vor.
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Podcast zum Digitalen Wirtschaftswunder

Podcast zum Digitalen Wirtschaftswunder
In sieben Doppelfolgen stellt Moderator Bastian Wilkat Faktoren für den (digitalen) Wandel vor: von der agilen Infrastruktur über flexible Organisationen und eigenständige Teams bis zum beweglichen Staat und mobilen Mitarbeitern. Ihm zur Seite stehen Entscheidungsträger, Vordenker und Wirtschaftswundermacher aus ganz Deutschland.
Hier geht es zur Playlist

Sway Story zum Digitalen Wirtschaftswunder

Die Voraussetzungen für das Digitale Wirtschaftswunder schaffen

Icon Mut zum Aufbruch

1 Mut zum Aufbruch – warum das Digitale Wirtschaftswunder in den Köpfen beginnen muss

Optimismus und Entschlossenheit kennzeichneten das Lebensgefühl vieler Menschen zu Beginn des Wirtschaftswunders der 50er Jahre. Heute sind sich weltweit 85 Prozent der Menschen einig, dass „digitale Technologien die Welt verbessern“. Sie hegen große Hoffnungen in Hinblick auf wirtschaftliche Entwicklung, Bildung, Lebensqualität, Mobilität, Beschäftigung und Gesundheitswesen. Allerdings sind die Deutschen im internationalen Vergleich deutlich skeptischer, die öffentliche Wahrnehmung in Deutschland ist stärker als anderswo von Sorgen und Ängsten geprägt.
Diese Optimismuslücke müssen wir schließen! Um die Digitalisierung entschlossen voranzutreiben, müssen wir unser Handeln von den Chancen leiten lassen. Keinesfalls dürfen wir uns von der Diskussion über Risiken lähmen lassen, sondern müssen sie lösungsorientiert einbeziehen. Deutschland geht es glänzend. Die Menschen sind zufrieden und zuversichtlich. Wir brauchen jetzt eine gemeinsame Vision für das digitale Deutschland. Die digitale Agenda der Bundesregierung kann nur ein Anfang sein.
Das Digitale Wirtschaftswunder verlangt eine Aufbruchsstimmung, die nicht nur von der IT-Industrie ausgeht, sondern Wirtschaft, Politik und weite Teile der Gesellschaft erfasst und inspiriert.
Icon Made in Germany

2 Mehr „Made in Germany“ – warum wir Industrie 4.0 als Jahrhundertchance begreifen und jetzt massiv investieren müssen

Will Deutschland eine Führungsrolle als digitalisierter Industriestandort übernehmen – oder das Feld agilen Ländern wie Südkorea, China oder den USA überlassen? Um den Industrie- und Produktionsstandort Deutschland langfristig zu digitalisieren und weiter auszubauen, sind enorme Anstrengungen gefragt. Das Wirtschaftswunder der 50er Jahre wurde durch massive Investitionen in Technologie und Modernisierung entfacht. Heute stehen wir vor einer ähnlichen Situation: Auch das Digitale Wirtschaftswunder verlangt Investitionen in Zukunftstechnologien, in moderne Organisationen und Innovationen. Die starken deutschen Hochleistungsbranchen, die Großunternehmen und der Mittelstand müssen eng mit der ITK-Wirtschaft zusammenarbeiten, um den nötigen Technologietransfer sicherzustellen und mehr „Made in Germany“ möglich zu machen.
Wenn Unternehmen erkennen, welche Möglichkeiten die digitale Veredelung von Produkten und Services bietet, werden sie die Chancen nutzen, die das Internet der Dinge bietet. Und wenn Unternehmen digital „denken“, werden sie sich vorstellen können, welche neuen Geschäftsmodelle in der Verbindung aus Produkten, Services und dem Internet der Dinge stecken. Derzeit erwarten zwar 50 Prozent der industriellen Großunternehmen, aber nur 27 Prozent der Mittelständler Umsatzzuwächse durch Digitalisierung. Dieses Deutschland der zwei Geschwindigkeiten sollten wir jetzt überwinden. Im Schulterschluss von Politik und Wirtschaft müssen wir den deutschen Mittelstand für die Chancen der Digitalisierung begeistern und für ein positives Investitionsklima sorgen.
Icon Digitaler Wohlstand für alle

3 Digitaler Wohlstand für alle – warum wir jetzt einen digitalen Bildungspakt schließen müssen

In einer Welt, die immer stärker durch digitale Technologien geprägt wird, ist digitale Kompetenz die entscheidende Voraussetzung für Bildung, beruflichen Erfolg und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Bisher gelingt die Vermittlung digitaler Kompetenz jedoch nicht ausreichend. So liegen deutsche Achtklässler mit ihren Computer- und Internetkenntnissen im internationalen Vergleich nur im Mittelfeld. Jeder dritte deutsche Schüler verfügt nur über rudimentäre Fertigkeiten im Umgang mit neuen Technologien und Kinder aus sozial schwachen Familien schneiden besonders schlecht ab.
Insgesamt sind zwar fast 80 Prozent der Deutschen online, doch nur 37 Prozent sind in der Lage, digitale Technologien wirklich souverän zu nutzen. Digitaler Wohlstand für alle bedeutet, Chancengleichheit herzustellen. Damit können wir sofort beginnen, indem wir einen digitalen Bildungspakt quer durch die Gesellschaft schließen – mit Schulen, Lehrern und Eltern, in der beruflichen Bildung ebenso wie im Vereinswesen, in der institutionellen Wissensvermittlung ebenso wie in der privaten Erziehung.
Icon Bündnis für digitale Arbeit

4 Bündnis für digitale Arbeit – warum wir Qualifizierung neu denken müssen

Die Digitalisierung verändert den Arbeitsmarkt. Während automatisierbare Tätigkeiten zunehmend wegfallen, entstehen neue Arbeitsplätze in der Wissensarbeit, in kreativen und interaktionsgetriebenen Berufsfeldern. Laut Gartner braucht die digitalisierte Arbeitswelt im Jahr 2018 beispielsweise 50 Prozent weniger klassische Geschäftsprozess-Experten und dafür 500 Prozent mehr Kandidaten für digitale Schlüsselpositionen. Vor diesem Hintergrund müssen wir Qualifizierung neu denken. Einerseits geht es um die Vermittlung von Kompetenzen, die künftig für den Erfolg in digitalisierten Berufen entscheidend werden, wie etwa Kommunikations- und Interaktionsfähigkeit, Problemlösung, geistige Flexibilität und Selbstorganisation.
Andererseits geht es um die Aneignung technischer und anderer Fähigkeiten, die neuer Lernstrukturen und digitaler Lernumgebungen bedürfen. Wir müssen jetzt das Bündnis für digitale Arbeit mit Arbeitgebern, Arbeitnehmervertretungen und Bildungseinrichtungen schmieden, das diesen Erfordernissen Rechnung trägt. Die EU hat mit der Erklärung von Davos über die „ Grand Coalition for Digital Jobs“ die richtige Initiative gestartet. Jetzt müssen Wirtschaft und Politik dieses Bündnis in Deutschland gemeinsam vorantreiben und eine gemeinsame Agenda vorlegen.
Icon Update in den Führungsetagen

5 Update in den Führungsetagen – warum wir eine neue Kultur in den Unternehmen etablieren müssen

In der digitalen Wirtschaftswelt, in der es weniger um die Herstellung von Massenware und mehr um komplexe Systemlösungen geht, sind Beteiligung und Eigenverantwortung entscheidende Erfolgsfaktoren. Vernetztes Denken, Kreativität und Selbstmanagement sind für die Innovationskraft in der digitalen Welt entscheidend. In einer traditionellen Befehl‐Gehorsam‐Kultur können sich hochqualifizierte Wissensarbeiter nicht optimal einbringen.
Sie verlangen eine von Kollaboration und Kooperation, von Prozess‐ und Ergebnisverantwortung geprägte Unternehmenskultur. Gleichzeitig ziehen flexible, mobile und virtuelle Arbeitsmodelle auch an Aufgaben orientierte und an Ergebnissen ausgerichtete Führungsansätze nach sich. Unternehmen haben jetzt die große Chance, ihre Organisationen und Prozesse zukunftsorientiert auszurichten und neue Produktivität freizusetzen.
Icon Gründer an den Start

6 Gründer an den Start – warum wir den Mangel an Mut und Visionen bekämpfen müssen

Nie zuvor hatten Menschen einen so guten Zugang zu Wissen, Informationen und Technologien wie heute. Nie zuvor haben junge Unternehmen in kurzer Zeit die Spielregeln ganzer Wirtschaftszweige neu definiert. Die Digitalisierung ebnet den Boden für eine Vielzahl neuer Geschäftsmodelle. Dennoch nahm 2013 die Zahl der Unternehmensgründungen in der ITK-Branche im vierten Jahr in Folge ab und sank unter das Niveau des Jahres 2008. Das Digitale Wirtschaftswunder braucht neben leistungsfähigen Konzernen und einem starken Mittelstand auch eine lebendige Gründerkultur in Deutschland. Wir müssen den Mangel an Mut und Visionen bekämpfen und den Begriff von Unternehmertum positiv besetzen.
Dazu gehört auch eine neue Kultur des Scheiterns, die nicht zu Resignation, sondern zu neuen Ideen führt. Ein Bildungssystem, das schon Kinder dazu ermutigt, sich etwas zuzutrauen, Fehler zu machen, Pläne zu schmieden und Dinge einfach auszuprobieren. Ein Mehr an Mut und Visionen verlangt Finanzkraft – für das Digitale Wirtschaftswunder muss Deutschland attraktiv sein für Wagniskapital. Mit einem Anteil der Wagniskapitalinvestitionen am Bruttoinlandsprodukt von 0,02 Prozent hinkt Deutschland hinterher. Programme der Politik wie der INVEST-Zuschuss weisen in die richtige Richtung. Die IT-Industrie kann jetzt im Schulterschluss mit der Finanzbranche den Aufbruch in eine neue Gründerkultur möglich machen.
Icon Deutschland schneller machen

7 Deutschland schneller machen – warum unsere digitale Infrastruktur international wettbewerbsfähig werden muss

Deutschlands digitale Infrastruktur ist international bestenfalls Mittelmaß. Mit einer Glasfaserquote von nur einem Prozent liegen wir europaweit sogar an letzter Stelle. Viele Gewerbegebiete und gerade ländliche Regionen, Sitz zahlreicher deutscher „Hidden Champions“, sind nur mangelhaft an das Internet angebunden. Umso mehr drängt die Zeit, die physischen Grundlagen für das Digitale Wirtschaftswunder zu legen. So kann ein mobiles Breitband helfen, den flächendeckenden Ausbau schneller Internetverbindungen zu beschleunigen.
Eine leistungsfähige IT-Infrastruktur muss jetzt aufgebaut und kontinuierlich weiterentwickelt werden, um mit den steigenden Datenmengen Schritt zu halten. Es ist Aufgabe der Politik, gemeinsam mit den ITK-Unternehmen die technische Infrastruktur in Deutschland international wettbewerbsfähig zu machen. Sie muss ein positives Investitionsklima schaffen und, wo nötig, Finanzierungshilfen bereitstellen. Wir sollten die Chance nutzen und Gelder aus dem geplanten EU-Investitionsprogramm in Deutschland in den Ausbau der digitalen Infrastruktur fließen lassen.
Icon Damals D-Mark, heute Daten

8 Damals D-Mark, heute Daten – warum wir Vertrauen in die wichtigste Währung des Digitalen Wirtschaftswunders brauchen

Der Standpunkt der EU-Kommission ist deutlich: „Eine florierende datengesteuerte Wirtschaft wird zum Wohlstand der Bürger und zum sozioökonomischen Fortschritt beitragen, indem sie für neue Geschäftsmöglichkeiten und für innovativere öffentliche Dienste sorgt.“ Voraussetzung ist, dass wir Daten als die wichtigste Währung des digitalen Zeitalters begreifen und sie entsprechend behandeln. Wir müssen klären, wem beispielsweise die Kundendaten gehören, wie sie zu schützen sind und zu welchen Konditionen sie genutzt und weitergegeben werden dürfen. Das funktioniert bisher nicht: 86 Prozent der Deutschen sind unsicher in Hinblick darauf, welche persönlichen Daten Technologiefirmen über sie erheben.
Und 83 Prozent der jungen Deutschen zwischen 14 und 23 fürchten, dass ihre Daten in sozialen Medien nicht sicher sind. Damit die Bürger in Zukunft bereit sind, ihre Daten zur Verfügung zu stellen und die innovativen Angebote der Datenwirtschaft vertrauensvoll zu nutzen, müssen wir jetzt mit allen Beteiligten transparente „Wechselkurse“ für die neue Währung aushandeln – und Möglichkeiten bieten, sensible Daten gar nicht erst freizugeben. Wir können jetzt die starke Vision einer Datenwirtschaft vermitteln, die ihre Akzeptanz durch Transparenz und klare Regeln gewinnt. Eine Datenwirtschaft, die den Menschen dient und der Gesellschaft nützt. Auf dieser Basis wachsen neue, international wettbewerbsfähige Geschäftsmodelle einer digitalisierten Wirtschaft in Deutschland.
Icon Soziale Digitalwirtschaft

9 Soziale Digitalwirtschaft – warum die Balance zwischen Marktfreiheit und Ordnung wichtig bleibt

Das Wirtschaftswunder der 50er Jahre war auch deshalb so nachhaltig erfolgreich, weil es an faire Regeln geknüpft wurde, die bis heute Bestand haben und der Bundesrepublik das einzigartige, weltweit bewunderte Wirtschaftsmodell der sozialen Marktwirtschaft beschert haben. Ein Gesellschaftsvertrag stellte sicher, dass möglichst viele Menschen in Deutschland vom Aufschwung profitieren konnten – bis heute eine der Grundlagen für einen langandauernden sozialen Frieden in unserem Land. Auch heute brauchen wir einen Ordnungsrahmen, der faire Bedingungen für alle Teilnehmer des stets globalen digitalen Marktplatzes ermöglicht. Die Verfahren politischer, gesetzlicher und regulatorischer Gestaltung können mit der digitalen Veränderungsgeschwindigkeit jedoch kaum Schritt halten. Unzeitgemäße Gesetzgebungsverfahren und veraltete Regelwerke schwächen die Position deutscher Unternehmen im internationalen Wettbewerb.
Innovative, datengetriebene Geschäftsmodelle unterliegen unnötigen Risiken durch rechtliche Unklarheiten. Wir brauchen einen Ordnungsrahmen, der einer digitalisierten Wirtschaft die notwendige Rechtssicherheit gibt und gleichzeitig Handlungsspielräume für neue Geschäftsmodelle schafft, der die Rechte des Einzelnen stärkt und gleichzeitig Benachteiligte schützt. Das muss insgesamt für unseren europäischen Wirtschaftsraum gelten. Entscheidend ist daher, die deutsche Digitalpolitik in einen europäischen Kontext einzubetten und die aktuelle Initiative zur Harmonisierung des Urheberrechts und des Datenschutzes in der EU endlich zum Erfolg zu bringen. Wir haben jetzt die Chance, Grundlage und Vorbild eines internationalen Datenschutzrechts zu schaffen.
Icon Internationale Kooperation

10 Internationale Kooperation – Warum Exportweltmeister offene Märkte und globalen Vernetzung brauchen

Vernetzung, Kooperation, der Austausch von Wissen und nicht zuletzt technologische Offenheit sind wichtige Pfeiler für den Erfolg unserer exportorientierten Wirtschaft. 72 Prozent der deutschen Unternehmen sind international tätig. Deutschland liegt unter den am besten vernetzten Ländern auf Platz 1 und zählt damit eindeutig zu den Siegern der Globalisierung. Angesichts der Tatsache, dass die digitale Veredlung von Produkten, die Digitalisierung von Produktionsprozessen und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle softwaregetrieben sind, können das Internet der Dinge und eine darauf aufsetzende Industrie 4.0 nur in der internationalen Zusammenarbeit erfolgreich sein.
DAX-Konzerne ebenso wie der deutsche Mittelstand nutzen verschiedenste Technologieplattformen für ihre Geschäfts- und Produktionsprozesse und, die sie mit lokaler Branchenexpertise ihren spezifischen Bedürfnissen anpassen. Sie sind darauf angewiesen, dass Technologieanbieter aus Deutschland, Europa, USA und Asien kooperieren und Interoperabilität von IT-Infrastrukturen und Anwendungen ermöglichen. Nur so kann gewährleistet werden, dass Märkte für neue Technologien und innovative Geschäftsmodelle offen bleiben. Das gilt auch für das Internet in der Industrie 4.0 – hier können wir durch internationale Kooperation verbindliche Industriestandards entwickeln und die Interoperabilität von Systemen und Anwendungen gewährleisten, damit Märkte für Technologien und Innovationen offen bleiben.

Deutschland auf dem Sprung ins Digitale Wirtschaftswunder?

Deutschland auf dem Sprung ins Digitale Wirtschaftswunder

Das Digitale Wirtschaftswunder gestalten – unser Beitrag

In unserer Rolle als Global Player der Digitalisierung einerseits und gewachsener Partner der deutschen Wirtschaft andererseits arbeiten wir daran, dass dem Standort Deutschland der Sprung ins Digitale Wirtschaftswunder gelingt. Unser Sprungbrett ist mehr als nur eine bloße Absichtserklärung – wir leisten bereits einen konkreten Beitrag:

Wir setzen Industrie 4.0 in die Praxis um und digitalisieren erfolgreich den deutschen Mittelstand

  • Wir unterstützen Industrieunternehmen wie auch Mittelständler im Rahmen konkreter Projekte dabei, die Chancen von Industrie 4.0 zu erkennen und zu ihren Bedingungen umzusetzen.
  • Unternehmen setzen mit unseren Technologien eigene, integrierbare Industrie 4.0-Plattformen und -Anwendungen auf, die sie effizient und zukunftssicher betreiben.
  • Unternehmen entwickeln mit unserer Hilfe neue Geschäftsmodelle auf Basis von Daten. Sie erschließen sich so neue Wertschöpfungsquellen und sichern ihre globale Wettbewerbsfähigkeit.
  • Mit seinem Geschäftsmodell und seiner Unternehmensstrategie steht Microsoft dabei nicht in Konkurrenz zu lokalen Wirtschaftsteilen, sondern profitiert langfristig von einem starken und erfolgreichen digitalen Standort Deutschland.
  • Unser deutsches Partnernetzwerk mit über 36.500 mittelständisch geprägten IT-Betrieben steht in engen und vertrauensvollen Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen im Mittelstand und hilft ihnen, ihre Digitalisierung pragmatisch umzusetzen.
  • Mit Aktionsprogrammen wie dem Mittelstandswettbewerb „#modernbiz“ zeigen wir die Chancen der digitalen Transformation in kleinen und mittelständischen Betrieben in der Praxis auf.
Ausblick: Wir werden das Aktionsprogramm #modernbiz gezielt um Industrie 4.0-Innovationen erweitern und in konkrete Anwendungsbeispiele investieren, die wir mit dem deutschen Mittelstand entwickeln und umsetzen. Darüber hinaus werden wir unsere Partnerunternehmen in Deutschland dabei unterstützen, ihre Industrie 4.0-Expertise auszubauen, um die Akzeptanz und Umsetzung insbesondere im Mittelstand zu beschleunigen.

Wir fördern technologische Offenheit und internationale Zusammenarbeit

  • Wir bekennen uns zu Offenheit im Internet der Dinge und unterstützen die Interoperabilität von Industrie 4.0-Lösungen. Wir verschließen unsere Plattformen nicht vor Fremdtechnologien, sondern ermöglichen unseren Kunden die nahtlose Integration von Technologien anderer Anbieter.
  • Wir unterstützen die Vielfalt der IT im Internet der Dinge und in der Industrie 4.0 durch integrationsfähige Technologien, die plattformübergreifend kommunizieren und sich herstellerunabhängig verbinden lassen.
  • Vertrauen ist die Grundlage für eine Akzeptanz von Industrie. Wir setzen uns für mehr Sicherheit, Datenschutz und Transparenz in einer vernetzten Welt ein und haben als erster Anbieter den neuen internationalen ISO-Standard für Datenschutz in der Cloud umgesetzt.
  • Als Mitglied des Industrial Internet Consortium (IIC) engagiert sich Microsoft auf internationaler Ebene gemeinsam mit über 120 weiteren Unternehmen, darunter auch führenden deutschen Anbietern, bei der Entwicklung von praxisnahen Standards für das industrielle Internet.
Ausblick: Nur im internationalen Dialog kann der Standort Deutschland gemeinsame Grundlagen für weltweit akzeptierte Technologien legen. Wir sind offen für den Austausch im Rahmen der von der Bundesregierung initiierten Plattform Industrie 4.0. Wir bieten an, die Erfahrungen aus unserer internationalen Industrie 4.0-Praxis zu teilen und die Kompetenz unseres deutschen Partnernetzwerks einzubringen.

Wir gestalten digitale Qualifizierung und beflügeln Aufbruchsstimmung und Gründergeist in Deutschland.

  • Prinzipien des neuen digitalen Arbeitens werden sich mit Industrie 4.0 in weiteren Branchen durchsetzen. Wir zeigen unseren Kunden mit konkreten Beispielen und Leitfäden, wie eine neue Arbeits- und Führungskultur in Unternehmen jeder Größe funktioniert – vom Wissensarbeiter bis zum Industriearbeitsplatz der Zukunft.
  • Wir investieren in die digitale Qualifizierung der eigenen Mitarbeiter und mit Initiativen wie FIT (Fachkräfteinitiative für IT) auch in die Mitarbeiter unserer deutschen Partnerunternehmen.
  • Wir unterstützen Lehrer und Eltern dabei, Kindern und Jugendlichen einen souveränen Umgang mit digitalen Technologien zu ermöglichen. Mit Initiativen wie Code your Life vermitteln wir Kindern und Jugendlichen grundlegende Kenntnisse des Programmierens und machen Lust auf digitale Arbeitsplätze und Karrieren in der Technologiebranche.
  • Mit dem internationalen Programmierwettbewerb Imagine Cup und Programmen wie BizSpark begleiten wir Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von der Schule über die Uni bis zu den ersten beruflichen und unternehmerischen Erfahrungen, um Fachkräfte und Unternehmertum im Technologiesektor zu fördern. Allein 2014 nahmen 1.800 Start-ups an dem Förderprogramm BizSpark teil.
  • Die erfolgversprechendsten Hightech-Start-ups in Deutschland fördern wir seit fast zehn Jahren im Rahmen von Microsoft Ventures. Speerspitze ist unser Microsoft Ventures Accelerator in Berlin, für den sich seit dem Start Ende 2013 bereits 1.000 Start-ups beworben haben.
Ausblick: Microsoft steht bereit, um ein Bündnis für digitale Arbeit und Qualifizierung in Deutschland zu unterstützen und im Dialog mit allen gesellschaftlichen Stakeholdern die notwendigen Rahmenbedingungen für neues Arbeiten branchenübergreifend zu diskutieren und zu definieren.

Hintergrund – Die Chancen der Digitalisierung

Deutschland am Vorabend der vierten industriellen Revolution

  • Die vierte industrielle Revolution setzt sich global durch und beflügelt die Wirtschaft. Nach der Mechanisierung durch Wasser- und Dampfkraft, der Massenfertigung mit Hilfe von Elektrizität und Fließbändern und der Automatisierung durch Elektronik und IT revolutioniert jetzt das Internet der Dinge die Wertschöpfungskette.
  • Made in Germany: In Zukunft steuern und optimieren intelligente Objekte und smarte Informationen die Wertschöpfungsprozesse. Ein Ergebnis ist die vernetzte, hoch flexible Produktion, die es erstmals ermöglicht, unmittelbar auf Marktentwicklungen zu reagieren, Kapazitäten besser auszulasten und Kundenwünsche individueller zu bedienen. Mit den technologischen Möglichkeiten einer Industrie 4.0 kann selbst die Fertigung von Einzelstücken rentabel organisiert werden. Made in Germany – nicht nur die Entwicklung, sondern auch die Produktion am Standort Deutschland wird sich wieder lohnen.
  • Produktivitätsgewinne: Gartner prognostiziert, dass intelligente Maschinen und industrialisierte Services die Gesamtbetriebskosten bis 2018 um 30 Prozent senken werden. Gleichzeitig sichert der Export von Industrie 4.0-Technologien Deutschlands Stellung als weltweit führender Fabrikausrüster. Experten erwarten bis 2025 allein für die Schlüsselbranchen Maschinen- und Anlagenbau, Elektrotechnik, Automobil, Chemie, Landwirtschaft und ITK ein zusätzliches Wertschöpfungspotenzial von 78 Milliarden Euro am Standort Deutschland durch die Umsetzung von Industrie 4.0-Technologien im Internet der Dinge.
  • Digitale Veredelung: Im Internet der Dinge bietet die „digitale Veredelung“ von physischen Produkten und dazu passenden Services gewaltige Chancen. Digital veredelte Erzeugnisse werden anschlussfähig und „smart“ – sie bieten damit einen Mehrwert. Das Internet der Dinge lässt sie miteinander kommunizieren – und legt so die Basis für ganz neue, bislang nicht darstellbare Geschäftsmodelle. Smarte Produkte und Dienstleistungen der Exportnation Deutschland werden am Weltmarkt gefragter sein denn je.

Die digitale Neuerfindung unserer Wirtschaft

  • Die Digitalisierung führt entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu tiefgreifenden Veränderungen: Laut IHK sagen 94 Prozent der deutschen Unternehmen, dass die Digitalisierung ihre Geschäfts- und Arbeitsprozesse beeinflusst. Dabei sind alle Wirtschaftszweige in vergleichbarem Umfang betroffen.
  • Die Digitalisierung bedingt Innovationen: Mobile und Cloud-Technologien, Big Data und Social Communications sind die Basis für innovative Produkte, Services und Geschäftsmodelle.Gartner prognostiziert, dass schon 2017 die Mehrheit aller neuen Geschäftsmodelle auf Computer-Algorithmen basiert. Gleichzeitig wird die Digitale Wirtschaft zunehmend zum Innovationstreiber für die klassische Industrie: Laut BMWi haben 36 Prozent der deutschen Industrieunternehmen seit Anfang 2013 ITK-basierte Innovationen eingeführt.
  • Die Digitalisierung demokratisiert Märkte: Die Cloud bietet Unternehmen einen direkten Zugang zu Anwendungen, die sich beliebig skalieren lassen, mobil zur Verfügung stehen und immer auf dem aktuellen Entwicklungsstand sind. Das heißt: Kleine Unternehmen können sich IT-Kapazitäten leisten, die bisher Konzernen vorbehalten waren. Mittelständler können in Märkte vordringen, die ihnen bisher mangels technischer Möglichkeiten verschlossen waren. Junge Firmen können in einer Liga mit etablierten Playern spielen, ohne gefährliche finanzielle Risiken einzugehen.
  • Die Digitalisierung öffnet Unternehmen: In Kombination mit intelligenten Endgeräten macht die Cloud neue Formen der vernetzten, orts- und zeitunabhängigen Zusammenarbeit möglich, die Unternehmen innovativer, agiler und produktiver machen.

Das digitale Chancenmodell für unsere Gesellschaft

  • Die Digitalisierung eröffnet der gesamten Gesellschaft neue Chancen und bietet Lösungen für die großen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte – vom demographischen Wandel über die steigenden Anforderungen im Gesundheitswesen bis hin zur Energiewende.
  • Teilhabe: Die digitale Transformation vereinfacht den Zugang zu Wissen, Informationen und Technologien für alle Menschen – und bietet so neue Möglichkeiten der Teilhabe am sozialen Leben, der Gestaltung des persönlichen Umfeldes und der individuellen Verwirklichung.
  • Beschäftigung: Durch Digitalisierung entstehen Innovationen und neue Geschäftsmodelle, die Arbeitsplätze schaffen: Schon für das Jahr 2012 hatte der BITKOM diesen Effekt auf 1,46 Millionen neue Stellen beziffert. Und seit 2009 wurden allein in der deutschen ITK-Branche fast 120.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.
  • Arbeitsumfeld: Die digitale Transformation macht neue Arbeitsmodelle möglich. Beschäftigung lässt sich flexibler an die individuelle Lebenssituation anpassen und wird familiengerechter.
  • Gesundheit: Im Gesundheitswesen führt die Cloud-basierte, interaktive Zusammenarbeit von Ärzten, Apothekern und Therapeuten zu besserer Versorgung bei niedrigeren Kosten – eHealth-Anwendungen wie Ferndiagnosen und Fernüberwachungen oder die elektronische Gesundheitskarte haben laut Fraunhofer-Institut ein Wachstumspotenzial von 2,6 Milliarden Euro.
  • Energie: Intelligente Netze sind die Grundlage für den nachhaltigen Umbau unserer Energieversorgung.
  • Mobilität: Die Digitalisierung wird individuelle Mobilität vor allem in Städten revolutionieren, sie sicherer und umweltfreundlicher machen. Verkehr wird vorhersehbar, neue Services entstehen rund um autonom fahrende Autos und smart vernetzte Verkehrsträger.
  • Partizipation: Die digitale Transformation macht neue Formen der Teilhabe und der Kommunikation zwischen Politik und Bürgern möglich und bietet neue Perspektiven für die Demokratie.